Integrierte Versorgung aus Sicht der Gemeinden

Sowohl der Bund, die Kantone und die Gemeinden setzen sich immer stärker für die bessere Integration der medizinischen Versorgung ein. Was das für die Leistungserbringer, Krankenversicherer und Patienten bedeutet, das wurde am fmc-Symposium des Schweizer Forums für Integrierte Versorgung am 13. Juni 2018 in Bern diskutiert.

Am Rednerpult stand auch Jörg Kündig. Er legte als Präsident des Verbandes der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich die Sicht der Kommunen dar.

Weitere Infos zum Thema und Impressionen vom Symposium finden Sie hier, einen Bericht über Kündigs Referat auf Seite 16 dieser Publikation.

Gute Hilfe im Notfall ist wichtig

Ein Rettungsdienst stellt rund um die Uhr schnelle Hilfe im Notfall sicher. In einem grossen Teil des Zürcher Oberlandes übernimmt diese Aufgabe die Regio 144 AG.

An der am 15. Juni 2018 durchgeführten Generalversammlung des in Rüti domizilierten Unternehmens vertrat Jörg Kündig einen der beiden Hauptaktionäre, die Wetziker Spitalbetreiberin Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) AG. Kündig freute sich über das positive Ergebnis der «Regio»-Jahresrechnung. Für ihn ist es wichtig, dass es dem Rettungsdienst gut geht und man deshalb weiter in die Optimierung der medizinischen Ausrüstung investieren kann. Denn die Regio 144 AG, die erfolgreich im Verbund mit weiteren Partnern arbeitet, habe «eine zentrale Bedeutung für die Notfall-Grundversorgung» der Region.

Weitere Informationen zum Rettungsdienst Regio 144 AG gibt es hier: PDF

Nebenamt als Ausbildung anrechnen

Ein politisches Amt ist oft ein Nebenamt. Doch für Nebenämter fehlt immer mehr Berufstätigen die Zeit. Die Einführung von «Miliz-Credits», die man dann bei einer Ausbildung anrechnen lassen könnte, wäre für Jörg Kündig eine Lösung für dieses Problem, wie er in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» schilderte

Hier das ganze Interview.

Aktiv unterwegs an der Verwaltungs-Trophy

Sport statt Sitzung: Am 23. Mai 2018 hatte Jörg Kündig für einmal einen Termin, der nicht in irgendeinem Besprechungsraum stattfand, sondern im Freien. Kündig machte nämlich an der zum achten Mal ausgetragenen Verwaltungs-Trophy in Illnau-Effretikon mit. An dem Anlass treten Mitarbeitende von Zürcher Verwaltungen und Behördenmitglieder in Zweier- oder Dreier-Teams auf einer Laufstrecke und einer Bikestrecke gegeneinander an. Heuer waren 100 Gruppen dabei, diejenige mit Kündig erreichte Rang 73.

Gegen weitere Deponien im Oberland

Jörg Kündig, Gemeindepräsident von Gossau, und seine Amtskollegin in der Nachbargemeinde Grüningen wehren sich gegen die zwei neuen Deponien Tägernauer Holz und Leerüti. Die geplanten beiden Deponien im selben Gebiet im Zürcher Oberland würden zu einer Standortabwertung führen, warnen sie in einer Medienmitteilung im Dezember 2017. Zudem müsste für die Realisierung des Vorhabens eine grosse Waldfläche gerodet werden.

Hier die gemeinsame Medienmitteilung der Gemeinden Gossau und Grüningen. PDF

Das Gesundheitswesen nicht schlecht reden

Wer weiss schon, wie die Spitalfinanzierung funktioniert? An der Kantonsratssitzung vom 28. Mai 2018 votiert Kantonsrat Jürg Kündig – nicht ohne seine Interessensbindung als VR-Präsident des GZO Spital Wetzikon zu verheimlichen – anlässlich der Debatte zum Spitalverbund zur Spitalfinanzierung.

Das Gesundheitswesen im Kanton Zürich rangiere im gesamtschweizerischen Vergleich an der Spitze, was Effizienz und Wirtschaftlichkeit, aber auch was die Qualität anbelange. «Es laufend schlecht zu reden hilft weder den Leistungsanbietern noch den Patientinnen und Patienten!»

Besonders interessant waren seine Ausführungen zum Finanzierungssystem. Einige Auszüge aus seiner Ansprache:

«Die Gemeinden sind – dort wo sie wollen – Eigentümer von Gemeinnützigen Aktiengesellschaften – dort – wo das möglich war. Das Finanzierungsmodell heisst DRG. Das heisst, aufgrund einer Baserate. Diese beträgt für die GZO 9‘650 Franken–; für das USZ sind es 11‘400 Franken. Je nach Fallschwere ist das die Entschädigung des Spitals für einen Eingriff oder eine Behandlung.

Mit dem Erlös müssen die Spitäler so viel verdienen, um auch ihre Investitionen abzudecken. Investitionen, notabene, die zwingend sind, um sich auf die Kundenbedürfnisse – aber auch auf die neuen Vorgaben auszurichten. Unser Haus wurde – wie viele andere auch – 1972 erstellt. Wer solchen Häusern Sanierungsbedarf abspricht hat schon besondere Vorstellungen.
Gelingt ihnen das nicht, dann geraten sie tatsächlich in Turbulenzen. Aber das ist möglicherweise das übergeordnete Ziel. Dass eine Risikobeurteilung durchaus kritisch ist wird dadurch belegt, dass sich Gemeinden aus der Eigentümerverantwortung verabschieden. Sie sind es nämlich überall – damit sei gesagt, dass die ewige Mär von der Privatisierung realitätsfern ist.»

Problemlose Wahl zum Gemeindepräsidenten

Am 22. April 2018 ist Jörg Kündig bei den kommunalen Erneuerungswahlen als Gossauer Gemeindepräsident für die nächsten vier Jahre bestätigt worden. Eine problemlose Sache: Kündig erzielte von allen Kandidierenden für den Gemeinderat mit Abstand am meisten Stimmen und war als Vorsteher des Gremiums unbestritten.

Das Wahlprotokoll

Spitex gewinnt an Bedeutung

Die spitalexterne Hilfe, Gesundheits- und Krankenpflege (Spitex) – eines der Themen, mit denen sich Jörg Kündig als Präsident des Verbandes der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich beschäftigt. Für Kündig ist klar, dass die Rolle der Spitex an Bedeutung gewonnen hat, sich diese Organisationen aber unternehmerisch noch weiter entwickeln müssen.

Jörg Kündig äussert grundsätzliche Gedanken als Gastautor in der Festschrift zum Jubiläum «25 Jahre Spitexverband Zürich»